Auf dem Weg nach Chicago
Auch in diesem Jahr werden wieder deutsche Pfeifen auf der Show in Chicago von ihren Herstellern gezeigt werden. Für manch einen wird dies eine vollkommen neuen Erfahrung werden, aber Unterstützung von USA-erfahrenen Kollegen ist gewährleistet. Lesen Sie hier von Hoffnungen und Erfahrungen.

Frank Axmacher
Chicago 2007! Gänsehaut, Achselschweiß und Magendrücken.

WA: Du bist doch nicht wirklich nervös wegen der bevorstehenden Show?
FA: Selbst vor der Geburt meiner Tochter war ich irgendwie relaxter. Und trotzdem fliege ich hin.

WA: Was sind deine Beweggründe, was versprichst du dir?
FA: Mittlerweile bin ich hinsichtlich meines Arbeitstempos und der Ausführungsqualität so weit, daß ich es mir zutraue, einige wenige Händler konstant mit Pfeifen zu beliefern. Und Chicago ist nun mal die Plattform, um Händlerkontakte herzustellen, speziell im Hinblick auf die ausländischen Märkte.

WA: Also ist der Hauptbeweggrund die Kontaktaufnahme mit potentiellen Händlern?
FA: Nein, Chicago ist ja in erster Linie mal ein Sammlertreffen. Ein bißchen Gesichtspflege kann da garantiert nicht schaden. Ich bin mir sicher, die Pfeife von jemandem, mit dem man mal ein paar Worte gewechselt oder einen Kaffee getrunken hat, kauft sich viel leichter als diejenige von einem wildfremden Hersteller.

WA: Es wird ja auch Zeit, das die deutsche Pfeifenbaukunst stärker im Ausland bekannt wird.
FA: Seit vor einigen Jahren Cornelius am Firmament auftauchte, scheint sich in der deutschen Nachwuchsszene rasant viel zu tun. Wer ein bißchen beobachtet, sieht ständig und überall wieder jemanden auftauchen, der scheinbar aus dem Nichts heraus ein paar dolle Pipen auf den Tisch legt. Mit etablierten und erfahrenen Frontmännern wie z.B. Rainer Barbi und Achim Frank als Flankenschutz, wächst da langsam und kontinuierlich ein schönes Potenzial heran. Sowas gehört präsentiert – nicht auch, sondern gerade auf einer Bühne, wie Chicago sie bietet.

WA: Du wirst sicherlich viele neue Eindrücke sammeln und interessante Leute kennenlernen können.
FA: Soviel Exquisites wie dort gibt es wahrscheinlich nirgends sonst in so geballter Form zu sehen. Das bezieht sich natürlich auf Pfeifen ansich, aber eben auch auf all die anwesenden Pfeifenmacher und sonstigen Lichtgestalten der Szene. Vielleicht gibt es noch ein paar untergeordnete Gründe, aber das ist es im Wesentlichen, was ich mir von Chicago erwarte und verspreche. Und worauf ich mich – bei allem Lampenfieber – auch wahnsinnig freue.


 

 

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